Michas Schraubereien

verschiedenste Gedanken meiner selbst.

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24 .August 2006

Das Jesusfreak-Konzil - spannende Sache!

by @ 02:35. Filed under Abenteuer, Gebet.., Jesusfreaks, Konzil, metatheologie, unterwegs

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Hmm. Seit Anfang 1997 bin ich Teil der Jesusfreak-Bewegung.

Ich habe einiges an “Affären” oder sonstigem Zeug miterlebt. Ich habe gesehen, wie Leiter abgekackt sind und wie Leiter immer noch da sind. Ich habe gesehen, wie einzelne Leute sich aus verschiedensten Gründen nicht mehr mit JFI indentifizieren. Nein - nicht nur immer die “Leiter”!

Jesus Freaks? Für mich irgendwie Herzblut. Meine Familie. Und dass es in Familien nicht immer glatt läuft ist klar. Das lehren sogar (!) Soap-Operas (obwohl ich sowas nicht kucke .. außer Simpsons, Futurama … und früher “Eine schrecklich nette Famile”, Roseanne, “Bill Cosby Show” u.a.)
Aber Familie ist irgendwie Familie. Innerhalb zankt man sich rum und liebt sich von Herzen - und nach außen verteidigt man erstmal jedes einzelne Mitglied, egal was.

Ich habe selber Phasen, wo ich denke “JFI? keine Ahnung was das ist/ will nix damit zu tun haben! Aber ich bin trotzdem ein Jesus Freak.”

Umso interessanter der momentane Konzil-Prozess.
Ist dazu da, um mal über Grundsatzfragen zu diskutieren - und diese überhaupt zu finden!
Zwar soll das laufen, indem sich die einzelnen Regionen an drei zu wählenden Terminen im Herbst diesen Jahres treffen .. und dann irgendwie ein Konzil …. aber ich glaube, dass das Internet und die Blogosphäre dabei eine nicht unwesentliche Rolle spielen werden. Man kann das nämlich kombinieren mit Telefon und ICQ … und erspart sich Fahrerei.
Außerdem könnte die Freakipedia eine interessante Plattform werden. Web 2.0.

Was das für mich interessant macht: z.B. mal alles in Frage stellen dürfen.. Z.B. Was ist Leiterschaft?.

(FAQ.: Ja, ich bin da mit dran beteiligt am Konzil-blog. Momentan als Nutzer “tutorial”.)

22 .September 2005

[metatheologie?] konservativ vs. libertär. Zwischen den Stühlen

by @ 01:18. Filed under metatheologie, nachdenkliches.., politisches..., privates

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Wir haben ja grade ne Zeit, wo wieder überall von Politik gesprochen wird.

Nun ja.

Ich komme (politisch gesehen) aus einem eher links-orientiertem Lager..
früher fand ich den DDR-Sozialismus eigentlich ganz toll und war sauer,
als dann die DDR einfach für ein paar Bananen und Westschokolade und so genannte “Reisefreiheit” verkauft wurde. (Nun kann jeder überallhin reisen.. vorausgesetzt man hat das Geld dazu.)
(Vorweg-Antwort auf mögliche Frage: Nein. Aus jetziger Sicht finde ich scheiße, wie es lief in der DDR. Es war halt ne Art von totalitärem System … aber: leben wir heute nicht auch in einem “totalitärem System”? Der Diktator heißt nun Mammon. Es haben diejenigen die Macht, die am meisten über diesen Götzen verfügen können.)

Jedenfalls..
irgendwann bin ich Christ geworden.

Theologisch gesehen bin ich eigentlich Vertreter des “konservativen Lagers”.

Trotzdem hat sich an meinen politischen Einstellungen nicht viel getan. Außer, dass Gott dazukommt. (was mich übrigens eher noch weiter in linksorientierte Gesinnungen treibt..)

Nun ja.
Anfangs (das heißt, als “Babychrist”) dachte ich, als echter Christ muss man “links” sein.
Das heißt, wenn ich mir verschiedene Wertde der Bibel und des Christentumes anschaue, stelle ich fest, dass sich das am ehesten mit Ideologien der Linken deckt.
Später dann entdeckte ich mehr und mehr Christen.. und mehr und mehr Linke.

Ich war dann erstma ne Weile schockiert.
“Wie kann man als Christ CDU wählen müssen?”
“Wie kann man als Linker “bibeltreue” Christen hassen müssen?”

Später dann merkte ich, dass das irgendwie der Normalfall ist.. was viele Ursachen (auch geschichtliche) hat, und was ich einfach tieftraurig finde.

Aber:
wie geht das nun?
wie kann ich einerseits “konservativ” und andererseits “libertär” sein? (Oder kurz: warum sitz ich immer zwischen den Stühlen?)
Beide Worte mal in umgangssprachlichen Sinne verstanden..

“Konservativ” bedeutet, platt gesagt, das “Festhalten an unveränderlichen Werten”, das “Aufrechterhalten des Status quo”, das “Bleiben beim Alten”.

“Libertär” bedeutet, ebenso platt gesagt, die “Freiheit des Einzelnen” als höchster Wert, sträubt sich gegen das “Bleiben beim Alten” und ist ständig auf der Suche nach neuen genialen Wegen.
Man mag so wenig wie möglich irgendwie “von oben” bestimmt werden.
(Die genaue Definition beider Begriffe ist unglaublich komplex und kompliziert..)

Also:
Folgende Erklärung habe ich für mich gefunden:
Es ist für mich legitim, theologisch konservativ zu sein.
Denn mein Glaube beruht auf der Bibel und auf der Beziehung zu Gott.
Die Bibel ändert sich nicht, und Gott ist auch derselbe gestern und heute und in alle Ewigkeit.
Jesus ist mein Fundament.
“Feste Werte” also.

Gesellschaft (Def.”politisch”=”alles, was sich auf die Gesellschaft auswirkt”)
ist allerdings alles andere als ein fester Wert.
Die Bedingungen ändern sich ständig und sind nie an zwei verschiedenen Punkten die selben.
Eigentlich kann man hier gar nicht nach “Schema F” verfahren.
Ich bin dazu gezwungen nicht-konservativ zu denken und zu handeln, da ich ansonsten mir und anderen Gewalt antun würde.

Ergo:
Geht doch.. theologisch halbwegs konservativ und politisch libertär ist kein Widerspruch.

Trotzdem:
1.) Es gibt viele Christen, die theologisch konservativ sind und deshalb denken, auch politisch konservativ sein zu müssen.. und z.B. CDU oder PBC wählen zu müssen. (Deren “Politik” beschränkt sich dann meistens auf die Themen “Kontra-Abtreibung”, “Kontra-Homosexualität”, manchmal noch “Pro-Israel” .. ach, und “Gottesbezug im GG bzw. der EU-Verfassung”.)
2.) es gibt viele Christen, die politisch libertär sind und diesen Maßstab auch an die Theologie anlegen und daher auch nicht akzeptieren können, dass Gott (als einer “von oben”) über sie regiert. (Deren “Evangelium” beschränkt sich dann oft auf “Seid nett zueinander!”)
3.) auch ich muss aufpassen, dass ich diese beiden “Brillen” nicht miteinander verwechsel.
Generell muss man sich seine Brille(n) genau ankucken und sie genau kennen.. damit man wirlich richtig sieht… oder damit man wenigsten weiß, was man wahrscheinblich falsch sehen wird.. oder so ähnlich … damit man weiß, “warum sehe ich etwas so, wie ich es sehe”.
4.) ich sitze oft zwischen den Stühlen. Blutenden Herzens.

PS.: lesenswerte Lektüre: Karl Barth. “Christengemeinde und Bürgergemeinde”
PPS.: Seid nett zueinander! ;-)

!solidaridad de pecadores!


wichtige Ergänzung:
man lese bitte auch storchs Kommentar und meine Antwort darauf.

26 .August 2005

these: jeder Mensch denkt, man selbst hat recht. [metatheologie]

by @ 22:14. Filed under metatheologie, nachdenkliches.., seltsames...

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nun,

Man muss sich zurecht finden in der Welt.

ich selber habe festgestellt,
dass ich tief im Inern davon überzeugt bin,
dass ich eigentlich recht habe.
Bzw. dass ich “aufm richtigen Dampfer bin”.

Aber:
macht das nicht jeder so?
und dann ärgert man sich,
wenn sich herausstellt, dass man bei irgendwas konkretem falsch liegt.
Aber:
dann ändert man seine Einstellung nicht 180 Grad,
sondern man korrigiert die eigenen Einstellungen und “übernimmt, was gut ist”.
Und wieder hat man sowieso recht..

schwierig.
Irgendwann - früher oder später - kommt man zu der Einsicht,
dass man ganz eigentlich nur in den seltensten Fällen recht hat.
(?!?obwohl man immer noch glaubt, man hat eigentlich recht..?!?)

..irgendwann später glaubt man:
“ich liege auf jeden fall richtig mit der behauptung, ‘ich habe meistens/immer nicht_recht/nur_fast_recht”.”

und dann kommen Zweifel.. “wenn ich sage, ich habe recht damit, dass ich nicht recht habe … habe ich damit nicht schon wieder ‘ich hab recht!’?”

oder wie Sokrates (oder wars ein anderer?) sagte: “ich weiß, dass ich nichts weiß.”
Ein scheinbar simpler Satz.
Doch ein ziemlich verzwicktes logisches Paradoxon.
(so wie der Satz “ich lüge immer.”)

kann ich es wirklich annehmen, dass ich unrecht habe?
oder muss ich in irgend einem punkt doch immer recht haben (ud wenn es nur der Punkt “ich hab unrecht” ist..)?

..waaahh.. verwirrend..

..ich bin ein Wurm..
(so ähnlich sagt das auch irgend ein Psalmschreiber.. zu faul, die entsprechende Bibelstelle zu suchen..)

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