Michas Schraubereien

verschiedenste Gedanken meiner selbst.

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31 .August 2006

Kacke am Dampfen. Spiritual Warfare vs. Straßenkampf.

by @ 16:19. Filed under ++ungut, nachdenkliches.., ärgerliches

Text eingeschränkt lizensiert unter Creative Commons-Lizenz Creative Commons License

Weiowei.

Nun, wie fange ich an?

Also:
Stell dir vor, du wohnst in einer Großstadt. Oder zumindest gehe ich davon aus, dass Du Großstädte kennst und ein bisschen Großstadterfahrung hast.
So. Nennen wir die Stadt einfach mal Hommingberg (die ist ja erstens berühmt durch die dort vorkommende Gepardenforelle und zweitens gibts die Stadt nicht außer im Internet)
Nun stell dir vor, in Hommingberg gibst einige Gemeinden. Davon auch ein paar, die charismatisch geprägt sind. Eine dieser Gemeinde sei mal bissl komisch drauf, so dass man nicht mehr weiß, ob das nun eine Sekte ist oder nicht.

Nun gebe es in Hommingberg auch ne autonome Szene. Zu so einer autonomen Szene gehört auch mindestens ein besetztes Haus. Und dieses besetzte Haus in Hommingberg is schon ein Vierteljahrhundert lang besetzt und dadurch für die Szene äußerst relevant.

Nun passiert folgendes: Die Gemeinde will ein Haus haben, wo sie ihre Gottesdienste feiern können. Und sie entscheidet sich für das besetzte Haus. Sie erwirbt das Haus von der Stadt … und will nun die Autonomen rausekeln.

Und es beginnt ein Kampf ums Haus. Die einen kämpfen mit “geistlicher Kriegsführung”/”Spiritual warfare” … die anderen kämpfen mit ihren typisch autonomen Methoden…

Ein Märchen? Nein, leider nicht.

Ok. ich erkläre es genauer:
2002 hab ich in Kopenhagen ein Gemeindepraktikum gemacht. In der Frikirken på Havnen - das ist ne TAFC/”Partners in Harvest”-Gemeinde.
Diese Gemeinde hatte früher mal eine Schwesterngemeinde (zumindest, soweit ich weiß) - nämlich eine gemeinde namens “Faderhuset“.
Jene wiederum sind mit der Zeit komisch drauf gekommen - so dass man nicht mehr weiß, ist das ne Sekte oder nicht.

Und eben jene Faderhuset-Gemeinde hatte eines tages die Idee, “wir brauchen ein Haus”. Also haben sie ein Haus im Jagtvej 69 erworben. Das war vor vier Jahren.

Und was ist das wiederum für ein Haus? Es ist das Ungdomshuset (Jugendhaus) - Zentrum der Kopenhagener Autonomen Szene. Das Haus ist seit 24 Jahren ein besetztes Haus.

Tilsalg ungdomshuset
(Auf dem Transpi steht (soweit ich das verstehe) : “Ausverkauf - inkl. 500 steineschmeißende autonome Vollpsychopaten” …
… und Original stand da wohl “vand giver nyt liv - der Geist schenkt neues Leben”

Seit 4 Jahren nun streiten sich die seltsame Gemeinde und die autonome Szene.
Und nun wirds richtig ernst, denn laut indymedia soll das Ungdomshuset bald geräumt werden.

“Vaterhaus” gegen “Jugendhaus”
“spiritual warfare” gegen “autonome warfare”

Mir tut das weh.
man kann sich sicherlich vorstellen, wie gut die Kopenhagener Szene auf Christen zu sprechen ist (und das zieht Kreise … Skandinavien .. Norddeutschland … usw …)
Ich wüßte nicht, was ich machen soll, wenn ich in Kopenhagen wäre…

außer beten. Das auf jeden Fall. Aber dann? Hmm.

Zur Feier des tages noch ein youtube-Video:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

10 Responses to “Kacke am Dampfen. Spiritual Warfare vs. Straßenkampf.”

  1. Tom Götze Says:

    Najaaaaaa….. okay…. kenn net die ganze Geschichte und kenn die Gemeinde auch net. Aber nur weil Indymedia (die objektivste Seite was Berichte über solche Themen angeht ….. öhm …. räusper) sie als Sekte bezeichnet, muss das ja noch nix heißen. Oder hat ihre Ex-Mitgemeinde ähnliches gesagt? Und wenn die Stadt ein Nutzungsrecht vergibt, dann darf sie das auch wieder entziehen?! Wo ist das Problem? Ein “besetztes” Haus, ist ein besetztes Haus und kein Haus was in rechtmäßigem Besitz steht. Und weiß man, was “die Christen” vor ihrem Eindringen mit den Schlossern bereits getan haben um ihr legal gekauftes Haus zu bekommen…?
    Ich hab keinen wirklichen Plan, wie ich mich in genau dieser Situation verhalten würde. Aber ich würde wahrscheinlich kein besetztes Haus kaufen. Das ist so ziemlich das Einzige, was ich an dieser ganzen Geschichte net wirklich check. Warum dieses Haus und nicht ein anderes? Wenn diese Gemeinde mal in diesem Viertel Leute für Gott erreichen wollte, dann wird das wohl nach solchen Aktionen net mehr ganz so einfach sein….

    Gruß Tom

  2. Micha Says:

    nun… vielleicht ist der Hauskauf legal. Aber in meinen Augen nicht ganz legitim. Auf jeden Fall *ehm* dumm. (gelinde gesagt) Eher sogar “kontraproduktiv”. “Unjesusmäßig”.

    Und die Gemeinde: nee, das sagt nich nur indymedia, dass die ne Sekte sind. Ich hab die nicht als Sekte bezeichnet, sondern mich da schon etwas vorsichtiger ausgedrückt. Ich bin sehr vorsichtig mit dem Begriff Sekte. Ich sag lieber: ne charismatische Gemeinde, die sehr komisch drauf ist. Mit “sehr komisch” meine ich … nun ja wie sag ich das … vielleicht “im Grenzbereich von dem, was eigentlich gut ist .. eher schon Grenze überschritten.”

    Desweiteren: ich kenne nicht genau die Eigentumsverhältnisse des Hauses. Muss jedenfalls ziemlich lange von der Stadt geduldet worden sein. Jedenfalls hat Kopenhagen seit ein paar Jahren ne rechtslastige Regierung, welche in ihrem wahlprogramm wohl auch drin gehabt haben müssen, Christiania plattmachen zu wollen. Auch die Christiania-Geschichte is noch nicht ganz ausgebaden.

    Ich finds jedenfalls sehr unweise, da jetzt als Stadt den starken mann markieren zu müssen und da mal richtig aufräumen zu wollen. dadurch wird sich nichts an Problemen bessern, die die Stadt hat.

    Bevar Christiania!

  3. Chrisse Says:

    Hey Micha!
    Das ist Atari Teenage Riot in dem Video, oder?

  4. Chrisse Says:

    O.K., noch mal ganz angesehen, ja, sinse.

  5. Pete Says:

    Und wie ist da grad die momentane Situation? Ich mein, wer hält sich zur Zeit in den Räumen des des Hauses auf - die Christen oder die Autonomen?

  6. Micha Says:

    afaik die autonomen. falls sich das inzwischen geändert haben sollte, hätte ich darüber irgendwo sicherlich etwas gelesen.

  7. lolita Says:

    nur mal zur richtigstellung: das ungdomshuset in kopenhagen ist und war nicht besetzt, sondern es wurde 1982 von der stadt den jugendlichen geschenkt. nachdem die stadt 2001 das haus trotz dessen an “vaderhuset” verkauft hat und eine frist bis zum 14.12. gesetzt hat um das haus zu verlassen, wird das haus ab dem 14.12. bestzt sein.
    weitere infos:

    http://www.soligruppe-kopenhagen.tk/

  8. Micha Says:

    danke für diese Information.

    Hmm. Die englische Wikipedia redet davon, dass das Haus den Leuten lediglich überlassen wurde, während die Stadt Kopenhagen weiterhin Eigentümer blieb.

    n 1982 Folkets hus was assigned to a group of young people, the original founders of Ungdomshuset. Albeit, the municipality of Copenhagen did still own the building. The building was given its current name; Ungdomshuset.

    in der dänischen Wikipedia scheint das ganz ähnlich zu stehen. Leider hab ich nur rudimentäre Dänischkenntnisse…

    31. oktober 1982 blev Folkets Hus besat af en gruppe unge, som ønskede at oprette et ungdomshus. Københavns Kommune vedblev at eje bygningen, men overdrog brugsretten til en ikke nærmere defineret gruppe benævnt “Brugerne af Ungdomshuset”. Det var meningen, at der skulle have været nedsat en forening til formålet, men dette blev dog aldrig gjort. Huset fik sit nuværende navn – “Ungdomshuset” og udviklede sig med tiden til et meget aktivt samlingssted med mange aktiviteter.

    Schade dass ich die kommenden Tage keine Zeit hab… (ehm und kein Geld…), sonst würd ich nach Kopenhagen fahrn!
    “Ungdomshuset bli’r !”

  9. peter Says:

    Was gibt es denn da zu grübeln? Die von der Christensekte haben nicht mehr alle Tassen im Schrank, und für diese klare Provokation gehören sie aufgehängt und ihre Eier geröstet!

  10. Michas Schraubereien » Blog Archive » Ungdomshuset-Solidaritätserklärung Says:

    [...] (hab ja früher schon mal was darüber geschrieben)   [link] [...]

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