Michas Schraubereien

verschiedenste Gedanken meiner selbst.

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16 .Januar 2006

Heimatliebe 3.1 - meine Heimat. Wer bin ich?

by @ 19:42. Filed under Serien, heimatliebe, nachdenkliches.., politisches..., privates, theologisches

Text eingeschränkt lizensiert unter Creative Commons-Lizenz Creative Commons License

So.

Nun geht es endlich mal weiter mit der Serie “Heimatliebe.”
Diesmal kein Liedtext.

Wer bin ich?
Wo komm ich her?
Wo bin ich zu Hause?

Vorweg:
Jaja.. ich weiß.. als Christ hat man sein Bürgerrecht im Himmel..
Das meine ich aber nicht. (Vorerst.)
Mir gehts um meine “säkulare” Herkunft bzw. Identität.

Also:
Meine Herkunft:
Geboren bin ich 1977 in Zschopau.
Zschopau ist ne Kleinstadt südöstlich von Chemnitz.
Die MZ-Motorräder wurden und werden hier gebaut.
Zschopau identifiziert sich gerne als erzgebirgische Bergstadt..
..in meinen Augen ist das bisschen “Möchtegern-Image”
Bedeutenden Bergbau gab es eigentlich nicht.
Sicher - es wurde auch um Zschopau herum ein wenig in den Bergen gebuddelt.. aber so richtig bedeutende Lagerstätten fand man wohl nicht.
Die Stadt hatte eher Bedeutung wegen der verkehrstechnischen Lage. Sie liegt an einer alten sehr bedeutenden Handelsstraße.. und die Furt über die Zschopau war sehr wichtig.

Na ja.
Egal.

jedenfalls hab ich die ersten 15 Jahre meines Lebens in dieser Stadt verbracht.
Dann kam der Schulwechsel.. jeden Tag 14 km nach Chemnitz (formerly known as “Karl-Marx-Stadt”) und wieder zurück.
Am Anfang fiel mir das schwer.. doch mit den Jahren hatte ich mehr und mehr Freunde in Chemnitz .. und der Kontakt zu meinen “Sandkastenspielkameraden” in Zschopau schwand mehr und mehr.

1995 und 1996 beschäftigte ich mich mit der Thematik “Christentum” .. äh na ja.. es lag daran, dass ich in ein Mädel verliebt war, welche irgendwie in die Kirche gingt..
von Kirche hatte ich aber absolut null Ahnung, da ich schön brav atheistisch aufgewachsen bin.

Wurde dann nix mit jenem Mädel.. eher im Gegenteil..
Na ja. Egal.
Jedenfalls lernte ich Christen kennen.
Falls jemandem “Ten Sing” was sagt .. dort bin ich gelandet.

Kleiner Zwischenstop auf meiner spirituellen Reise:
“Sant Thakar Singh” (hat rein gar nix mit TEN SING zu tun!! ) .. ich war da mal zu nem Meditationskurs.
Da sollte man dann 20min stille sein.. und lauschen..
man sollte irgendwann irgend nen göttlichen Gong hören..
ich war frustriert.. ich hörte nur Rauschen und ein leises Pfietschen..
hab dann gefragt “tut mir leid. hab nix gehört außer Rauschen und Pfietschen! Was mach ich denn verkehrt?”
Antwort: “Da wird wohl grade Karma verbrannt.. deshalb bist du noch nicht weiter.”
Dacht ich mir, “schnickschnack, Alte! Noch nie was von Tinnitus gehört? Von wegen Karma-Verbrennung..! Verarschen kann ich ich auch selber..kannst dir dein Karma an die Backe nageln..” … und ich ward nimmer gesehen bei deren Sekteneinführungskursen..

So.
Ach ja.. fast vergessen.. so 1995/1996 rum bin ich Christ geworden.. ein Prozess von ca. 1 Jahr Dauer.. Ich habe kein “Bekehrungsdatum”.. nur ein Taufdatum.. 8.Juni 1997.
Kontakt zu den frisch gegründeten Chemnitzer Jesus Freaks bekam ich über nen Hauskreis dann auch noch..
Hatte dann auch ne Arbeit als Bauhelfer.. die Firma war zwar in Zschopau ansässig.. aber meist war ich auf Baustellen in Chemnitz.
Zivildienst hab ich in der Chemnitzer Bahnhofsmission gemacht.
Kurz vorher bin ich dann auch nach Chemnitz gezogen.
Die nächsten zwei Jahre war ich Chemnitzer unbd fühlte mich hier zu hause.

Dann war von 1999-2003 meine “Exilzeit” in Wölmersen zwecks theologischer Ausbildung. Neues-Leben-Seminar.
Danach bin ich nach Chemnitz zurückgekehrt.
(Zwischendurch gabs natürlich auch Überlegungen, woanders hin zu gehen. Ist aber alles geplatzt.. und ich bin zurück nach Chemnitz gekommen.)
Und ich fühle mich eigentlich als “Chemnitzer” obwohl ich ein “Zugezogener” bin..
Ein Freund von mir hat das mal so formuliert: “Chemnitz ist zwar ein Drecknest.. aber irgendwie ist man hier zu Hause.” Besser kann ich es auch nicht ausdrücken…

Und seit 2004 hab ich auch ne Freundin.. und zwar eine aus dem Erzgebirge.. und so schließt sich der Kreis.

Wie also denke ich über Heimat?
Die meiste bisherige Zeit war ich zwar Zschopauer.. aber ich verbinde nicht viel mit Zschopau.
In Wölmersen war ich fast 4 Jahre lang.
Dennoch bin ich dort nicht heimisch geworden .. wenngleich mir vieles vertraut vorkommt, wenn ich mal dort bin..
jedenfalls war ich froh, wieder dort weg zu können.
Chemnitz lässt mich einfach nicht los. Hier fühle ich mich wohl.

Oh.. da wäre noch Lüneburg zu erwähnen. Eine gute Freundin (kenn ich durch Ten Sing) zog zwecks Studium dort hin.
Hab sie ab und zu besucht.. und so auch einige andere Lüneburger kennen gelernt.
In Lüneburg fühle ich mich auch sehr wohl.. ich mach dort gerne Urlaub.. was ich wieder mal tun sollte.
Falls ich von Chemnitz weg müsste wäre Lüneburg wahrscheinlich erstmal meine Wahl..

Erzgebirge:
Ich komme mit der Thematik “Erzgebirge” immer wieder in Berührung..
ich betrachte es aus einer seltsamen Position heraus: teils als Fremder bzw. Zaunsgast.. teils als geborener “Erzgebirgler”.. teils als “naher Verwandter des Erzgebirges”..
Ich hasse das Erzgebirge.. manchmal könnt ich diesen verkackt-konservativen und eingebildeten Landstrich auf den Mond schießen..
andererseits liebe ich es.. irgendwie ist es doch auch ein Stück Heimat..

—–
Heimat ist für mich dort,
wo ich die meisten guten Freunde und Bekannten habe.

<<zu Teil 2.3a: Entfremdung (de Krippelkiefern, Laabn in ner fremden Stadt)
<<zu Teil 2.3: Das Weihnachtoratorium der “Krippelkiefern”
<<zu Teil 2.2a. Arthur Schramm
<<zu Teil 2.2 Anton Günther
<<zu Teil 2.1 Zwischenspiel “Erzgebirge”

<<zu Teil 1. Einleitung. “Anlichteln”

One Response to “Heimatliebe 3.1 - meine Heimat. Wer bin ich?”

  1. Dorothèe Brückner Says:

    Hallo, ich habe durch Zufall diese Seite hier entdeckt und hab mich bissl durchgelesen und kann das was du über Heimat und so schreibst gut nachvollziehen. Musste 2005 aus beruflichen Gründen nach Hessen ziehen (du weißt ja sicherlich wie es bei uns zu Hause aussieht mit Arbeitsplätzen) naja und so bin ich mit meinem Mann 30km von Frankfurt/Main und auch nicht wirklich glücklich, aber wir arrangieren uns und hoffen immer das es besser wird. Die Heimatbesuche gehören zu unserem “Standarturlaub” und wir genießen die Zeit zu Hause bei den Eltern und den Verwandten, sind aber auch froh wieder in die eigenen 4 Wände zurückkehren zu können.
    Würde es für uns beide Arbeit geben im superschönen Erzgebirge würden wir ganz bestimmt zurückkommen, denn wenn man bei Oberwiesenthal und in der Nähe von Seiffen aufgewachsen ist vermisst man das schon….
    Wär schön wenn du mir mal einen kleinen Gruß aus der Heimat schicken könntest ;-)
    Achja übrigens TenSing ist mir mehr wie ein Begriff meine Schwester hat da mal Jahrelang mitgesungen und wir sind auch christlich erzogen worden, wo ich mir hier in Hessen denke die wissen gar nichts über Christ sein, selbst der Pfaffer hier kennt mich noch nicht, obwohl ich seid über 1 Jahr regelmäßig die Gottesdienste besuche und naja alles bissl anders.
    Sorry für den langen Text und die Tipfehler.
    Wie gesagt über einen Gruß aus der Heimat würd ich mich freuen :-)

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